Krautfleisch oder eine Art Szegediner Gulasch, absolut ein vielseitiger Genuss!
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Krautfleisch oder eine Art Szegediner Gulasch
Bei diesem Gericht scheiden sich die Geister bezüglich der Herkunft. Manche sagen es kommt aus Ungarn, manche ordnen es der Wiener Küche zu und einige meinen es sei ein böhmisches Gericht.
Mir ist es egal wer es erfunden hat und wo es her kommt. Wichtig für mich ist einzig dass es das Gericht gibt und es schmeckt. Schon als Kind gab es Krautfleisch mit Semmelknödel des Öfteren bei meiner Tante und bei Oma sowieso. Auch meine Mutter machte es gerne. Durch das Kraut ist es voll mit Vitaminen, so sagt man und Vitamine können ja nur gesund sein.
Die Fette die enthalten sind, sind sowieso die der gesunden Sorte! Szegediner wird häufig mit Schweinefleisch (Schulter) zubereitet. Oftmals werden auch Schwarten und fettige Teile, wie der Bauch, verwendet um den Geschmack zu verfeinern.
Das Kraut, das Fleisch und die Schlachtung!
Wir hatten das Kraut selbst im Gemüsegarten angebaut. Nach der Ernte wurde es gehobelt und zu Sauerkraut verarbeitet. Es wurde dazu mit Salz gemischt und in einem Holzfass gelagert, Wochenlang, bis es fertig war. Wie genau das funtkioniert zeigen wir bald in einem anderen Beitrag.
Ab und zu wurde auch ein Schwein gekauft oder eingetauscht und geschlachtet. Genau dann gab es sehr oft Krautfleisch. Opa bereitete es aus Fleischabschnitten, Schwarten sowie Fett zu und verwendete das selbst hergesteltte Sauerkraut!. Es wurde einfach nichts verschwendet. Daran sollte man sich heute ein Beispiel nehmen.
Ich, der kleine Mann, war miten im Getümmel. Mir wurde schon sehr früh vermittelt dass das Fleisch nicht im Regal wächst. Für Essen zu sorgen und Fleisch auf den Teller zu bringen ist schwere Arbeit und eine blutige Angelegenheit.
Um dem Tier Respekt für sein Ableben zu zollen, wurde das komplette Tier verwertet. Heute nennt man es „From Nose to Tail“ und es ist modern! Die Paxis wurde aber schon sehr früh angewendet und entstand aus der Not und viel Respekt.
Was dazu zu Krautfleisch?
Als Beilage empfehlen wir unsere beliebten Laktose freien Semmelknödel. Wie man die Knödel selbst herstellen kann zeigen wir hier. ZUM REZEPT.
- f/8 1/10sec ISO-400 76mm

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Für das Rezept brauchen wir:
Zutaten
Nährwerte
Angaben sind Richtwerte!
- pro 100 g
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Kalorien850 kcal
Zubereitung
Krautfleisch ist so vielseitig und wandelbar wie kein anderes Gericht. Damals kochte man das Gericht nach Schlachtungen um Fleischabschnitte zu verarbeiten. Wir wünschen gutes Gelingen!

Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden. Knoblauch schälen und klein schneiden (zerdrücken oder pressen). Das Fleisch in mundgerechte (oder etwas größer) Stücke schneiden. Sauerkraut etwas waschen und ausdrücken, es sollte nicht zu sauer sein. In einer Pfanne das Schmalz (oder Öl) erhitzen und die Zwiebel darin glasig dünsten. Fleisch zugeben und von allen Seiten gut anbraten. Paprikapulver und Knoblauch zugeben und kurz mitrösten. Mit Weißwein aufgießen und die Suppe (Brühe) zugeben.

Alles kurz aufkochen lassen und das gewaschene Sauerkraut unterheben. Mit Salz, Pfeffer sowie Kümmel abschmecken und alles ca 10 Minuten köcheln lassen. Die Soße kann nun mit Mehl je nach gewünschter Konsistenz gebunden werden. Dazu das Mehl in einem Becher mit Wasser auflösen und langsam unter ständigem Rühren dem Gericht unterheben bis die gewünschte Konstistenz erreicht ist. Das Krautfleisch weitere 10 Minuten köcheln lassen. zum Schluss den Sauerrahm unterheben und servieren.
Anmerkung
Als Beilage servieren wir Semmelknödel und/oder frisches Brot! Salat in jeder Form und Art passt ebenso!

Manuel Graf
FOOD JOURNALIST | AUTOR | GRÜNDER von aufunser.art
Ich bin FOOD Journalist, Hobbykoch und Gourmet. Ich interessiere mich für Rezepte aus der Vergangenheit und das Leben der Menschen. Ich rede über Genuss, Nostalgie und Lifestyle, berichte von allem, was bei uns so auf den Tisch kommt, was schiefging, was erfolgreich war und was wir gelernt haben! Ich besuche kulinarische Veranstaltungen, Lokale, Gastrobetriebe und schreibe über die gemachten Erfahrungen. Ich bin Mitglied beim WJC Wiener Journalisten Club Ausweis Nummer: 4796
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Krautfleisch oder eine Art Szegediner Gulasch, absolut ein vielseitiger Genuss!
Zutaten
Zubereitung
Krautfleisch ist so vielseitig und wandelbar wie kein anderes Gericht. Damals kochte man das Gericht nach Schlachtungen um Fleischabschnitte zu verarbeiten. Wir wünschen gutes Gelingen!

Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden. Knoblauch schälen und klein schneiden (zerdrücken oder pressen). Das Fleisch in mundgerechte (oder etwas größer) Stücke schneiden. Sauerkraut etwas waschen und ausdrücken, es sollte nicht zu sauer sein. In einer Pfanne das Schmalz (oder Öl) erhitzen und die Zwiebel darin glasig dünsten. Fleisch zugeben und von allen Seiten gut anbraten. Paprikapulver und Knoblauch zugeben und kurz mitrösten. Mit Weißwein aufgießen und die Suppe (Brühe) zugeben.

Alles kurz aufkochen lassen und das gewaschene Sauerkraut unterheben. Mit Salz, Pfeffer sowie Kümmel abschmecken und alles ca 10 Minuten köcheln lassen. Die Soße kann nun mit Mehl je nach gewünschter Konsistenz gebunden werden. Dazu das Mehl in einem Becher mit Wasser auflösen und langsam unter ständigem Rühren dem Gericht unterheben bis die gewünschte Konstistenz erreicht ist. Das Krautfleisch weitere 10 Minuten köcheln lassen. zum Schluss den Sauerrahm unterheben und servieren.
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