Szegediner Gulasch ist kein Mythos mehr, das Rezept, die Geschichte!

Szegediner Gulasch Rezept
  • Vorarbeit
    20 Min
  • Kochzeit
    1 Std 40 M
  • Portion
    4
  • Besuche
    77

Szegediner Gulasch, viele Legenden und Mythen, wir klären auf!

Über dieses Gericht gibt es viele Legenden, Mythen und Wahrheiten. Das betrifft sowohl das Rezept selbst als auch die Geschichte dahinter. Viele denken es kommt aus Ungarn, aus Wien oder weder noch, sondern…. Wir haben uns damit beschäftigt und mit dem Mythos aufgeräumt! Wir haben das Geheimnis des Rezeptes gelüftet und die wahre Geschichte dahinter aufgedeckt. Mehr dazu etwas weiter unten. Wir wünschen gutes Gelingen und viel Spaß beim Lesen!

Als Beilage empfehlen wir Semmelknödel. Wie man diese selbst herstellen kann zeigen wir hier! ZUM REZEPT

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DIE GESCHICHTE oder unsere Wahrheit!

Es war vor langer Zeit! Wir finden uns auf unserer Reise zur Geschichte des Szegediner Gulasch im Mittelalter wieder, in einer Grafschaft des damaligen ungarischen Reiches. Es gab Unruhen, das Volk war unzufrieden, Aufstände waren fast an der Tagesordnung. Der Graf von Szeged befürchtete einen bevorstehenden Krieg. Er reagierte und seine Mannen fällten im umliegenden Wald Bäume um daraus Waffen wie Bogen, Speere und Katapulte zu bauen. Er trieb seine Gefolgsleute zu Höchstleistungen an. Sägewerke wurden errichtet um das Holz zu verarbeiten und für die Waffenproduktion vorzubereiten.

In den Sägewerken gab es Menschen die Bäume zersägten und in Bretter verwandelten, diese wiederum wurden dann weiterverarbeiten. Diese Tätigkeit war die Wichtigste überhaupt, sie war aber auch sehr mühsam und zeitintensiv. Es kam wie es kommen musste. Die Produktion der Bretter stockte. Der Graf bemerkte auf einer Inspektion der Arbeiten, da stimmt was nicht. Er fragte: WAS IST MIT DEN LEUTEN? DIE DA! DIE SÄGE BEDIENER! Mein Herr wir sind müde, haben keine Kraft mehr, wir können nicht mehr so schnell arbeiten.  Der Graf etwas verärgert aber verständnisvoll und wissend über die schwere Arbeit rannte zum nächsten Koch und befahl: KOCHE ETWAS! SCHNELL! FÜR DIE SÄGEBEDIENER, SIE BRAUCHEN KRAFT, VITAMINE UND ES SOLL SCHMECKEN! SOFORT!

Der Koch erstaunt über den Auftrag, verärgert über den Ton den Grafen murmelte GUSCH DU ARSCH! Der Graf war außer sich und wollte den Koch schon hinrichten lassen da ihn dieser beleidigt und beschimpft hatte. Da kam die Frau des Koches aus der Küche und fragte was da los sei. Der Graf: IHR MANN HAT MICH BELEIDIGT – ER SAGTE GUSCH DU ARSCH – Nein, nein erwiderte die Frau, er sagte GULASCH, es gibt Gulasch für die Sägebediener. Der Graf akzeptierte, glaubte sich verhört zu haben und ließ den Koch in Frieden seiner Arbeit nachgehen.

GULASCH? Was zum Teufel ist das? Der Koch und seine Frau suchten nach Zutaten, nach Möglichkeiten, nach Hoffnung etwas zu finden um den Auftrag erfolgreich auszuführen,  es ging schließlich um ihr Leben. Sie fanden eingelegtes Kraut, ein paar Gewürze und Reste von Fleischsorten. Sie legten los. Als die Speise fertig war meldeten sie es dem Grafen und die Sägebediener wurden verköstigt. Die waren sehr zufrieden mit dem Essen, bekamen wieder Kraft und Energie, sie arbeiteten weiter und weiter und weiter. Das Gulasch für die Sägebediener war geboren.

Im Laufe der Zeit wurde diese Geschichte immer wieder erzählt, an die nächste Generation weitergegeben. Aus den Sägebedienern wurden dann die Sägediener. Es wurde überliefert, es gab Menschen die durch ein spezielles Gericht Diener einer Säge wurden. Dann wurde die Geschichte vergessen, der Name der Grafschaft Szeged in der sich alles ereignete blieb. Das Gericht wurde fortan als Szegediner Gulasch bezeichnet. Der Graf übrigens baute die Waffen umsonst, der Krieg blieb aus!

 

Zutaten

Zubereitung

Das Gericht ist kein Mythos mehr! Wir haben das Rezept, wir haben die Geschichte dazu. Wir haben die Wahrheit! Oder?

Teil 1

Schulterfleisch, Stelze (inkl. Schwarte) und den Speck in mundgerechte Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und klein schneiden. Sauerkraut in einem Sieb etwas abtropfen lassen. Tomaten schälen und würfelig schneiden. Paprika halbieren, entkernen, waschen und würfelig schneiden.

Teil 2

In einem großen Topf das Schweineschmalz (oder Öl) erhitzen. Die Zwiebel darin goldgelb anbraten. Fleisch und Speck zugeben und kurz scharf anbraten um Röstaromen zu schaffen. Das Fleisch aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen. Paprikawürfel und Tomatenstücke in der Pfanne anbraten, mit Kümmel, Salz, Pfeffer, Knoblauch und Paprikapulver würzen. Lorbeerblatt und Fleisch wieder zugeben. Mit Wasser oder Brühe aufgießen damit alles gut bedeckt ist. Das Ganze nun bei mittlerer Hitze ca 40 Minuten schmoren lassen.

Teil 3

Das Sauerkraut unterheben, alles gut vermengen und bei niedriger Hitze weitere 30 Minuten zugedeckt köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer erneut abschmecken, Lorbeerblatt entfernen (sollte man es finden). Kurz vor dem Servieren den Sauerrahm einrühren, 2 bis 3 Minuten nochmals ziehen lassen und servieren. Wenn man es möchte kann man das Gericht noch mit einem Klecks Sauerrahm und Petersilie dekorieren. Fertig!

Anmerkung

Als Beilage eignen sich Brot oder Semmelknödel.

Ich bin ein Hobbykoch und Gourmet. Ich interessiere mich für Rezepte aus der Vergangenheit und das Leben der Menschen. Ich rede über Genuss, Nostalgie und Lifestyle! Ich berichte von Allem was bei uns so auf den Tisch kommt, was schief ging, was erfolgreich war und was wir gelernt haben!

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Rezept Bewertung

durchschnittliche Bewertung:
  • 5 / 5
Anzahl Bewertungen:( 1 )
  • Waltraud Gerstner

    Interessante Geschichte. Das Rezept? Wunderbar!

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